Blankbogen

Als Blankbogen bezeichnet man den Bogen in seiner klassischen Form und kann jede Art von Bogen sein, solange er keine Hilfsmittel besitzt. An diesem Bogen sind keine Stabilisatoren, Zielvorrichtungen oder Lösehilfen angebracht. Die Bogen bestehen stets aus dem eigentlichen Bogen und der Bogensehne.

Die gängigste Form ist der Rechtshandbogen. Dies bedeutet, dass mit der rechten Hand die Bogensehne gespannt und mit der linken Hand der Bogen gehalten wird. Die Wahl des Bogens wird aber keineswegs durch die Händigkeit des Schützen bestimmt, sondern durch dessen Augendominanz. Die Sehne mit dem Pfeil wird zu dem dominanten Auge geführt, weil dieses das Zielen übernimmt. Hat der Schütze nun ein dominantes rechtes Auge, hält er den Bogen in der linken Hand. Ist sein linkes Auge dominant, hält er ihn in der rechten Hand.

 

Langbogen und Kurzbogen
Sowohl der Langbogen als auch der Kurzbogen zählen zu den ältesten Bogen der Menschheit. Anfangs fertigte man sie aus Holz und Tierhorn. Heute werden verschiedene Materialien verwendet um eine höhere Stabilität des Bogens zu erzielen. Man unterschied schon früh zwischen dem englischen und dem japanischen Langbogen, wobei der englische Langbogen vor allem für seine Reichweite und Durchschlagskraft berüchtigt war.

Während der englische Langbogen noch aus Holz war, stellte man den japanischen Langbogen aus verschiedenen Materialien her. Der Kurzbogen gleicht in seiner gespannten Form, genau wie der Langbogen, dem Buchstaben D. Der Kurzbogen unterscheidet sich vom Langbogen hauptsächlich in seiner Größe. Ein Langbogen sollte optimaler Weise in ungespanntem Zustand dem Schützen bis zur Nasenspitze gehen, der Kurzbogen ist wesentlich kleiner.

An beiden Bogen können sogenannten Nockpunkte angebracht werden. Sie sind an der Sehne befestigt und zeigen dem Schützen wo er seinen Pfeil zu platzieren hat, damit dieser waagerecht auf seinem Bogen aufliegt. Liegt der Pfeil nicht richtig auf, beeinflusst dies seine Flugbahn. Weitere Hilfsmittel sind nicht üblich, da die Schützen dieser Bogen unter den ähnlichen Bedingungen wie früher schießen möchten.

 

Reiter- oder Jagdbogen

Der Reiterbogen verhalf bereits Dschingis Khan zu seinen Siegen.
Als Jagdbogen werden alle Bogen bezeichnet die für die Jagd geeignet sind. Anders als in Amerika, ist die Bogenjagd in vielen Teilen Europas und in Deutschland verboten. Der Schütze muss seinen Bogen auf der gewünschten Jagddistanz sehr gut beherrschen. Zudem darf der Bogen beim Aufspannen nicht zu laut sein, was die Verwendung einer Lösehilfe ausschließt. Außerdem sollte der Bogen dem Gelände entsprechend leicht zu handhaben sein. Dies wiederum schließt allzu große Stabilisationshilfen aus. Es ist nur ein Visier zu empfehlen das man schnell und problemlos auf verschiedene Distanzen einstellen kann, da langes verstellen des Visierkreuzes nur unnötig Zeit verschwendet. Viele Schützen bevorzugen daher den Compoundbogen. Tatsächlich hat er die besten Voraussetzungen dafür da er mit vielen hochwertigen Hilfsmitteln ausgerüstet werden kann und zudem  weitaus kleiner ist als beispielsweise der Langbogen. Jedoch gehen auch Recurve-Bogenschützen auf die Jagd.

 

Kyūdō-Bogen

Der sehr lange Kyūdō-Bogen wurde in Asien entwickelt und ist asymmetrisch geformt. Der untere Wurfarm ist kürzer als der obere. Dies ermöglicht einen flachen Pfeilabschuss und machte ihn zu einer sehr guten Reiterwaffe. Der Pfeil wird nicht wie bei allen anderen Bogen auf der Seite eingelegt, die dem Schützen zugewannt ist, sondern auf der ihm abgewandten Seite. Der Schütze zieht seinen Bogen nicht mit den üblichen 3 Fingern, Zeige-, Mittel- und Ringfinger auf, sondern mit dem Daumen. Der Kyūdō-Bogen besteht aus Bambus und wird ohne mechanische Hilfsmittel geschossen. Somit zählt er zu den Blankbogen. Heute wird er vorwiegend medittiv geschossen.

 

Heute dient der Bogen als Sportgerät und ist gesetzlich keine Waffe.
Bei uns können alle Arten des Bogensports trainiert werden.

Für die olympischen Disziplinen haben wir eine große FITA Bogenwiese. Hier kann bis zur 90 Meter Distanz trainiert werden. Es besteht auch die Möglichkeit auf diverse 3D Ziele zu schießen.